In Kozarac wie in Prjedor, dort im süßen Herzen Bosniens, speist sich im Schatten sommerlicher Gluthitze eine lokale Spezialität besonders gut. Mit einer kalten Cockta genossen, gerät nichts aber auch gar nichts auf der Welt in derlei Momenten so passend wie bosanski ćevapi u lepinjama. Hackfleischröllchen mit präsentester Knoblauchnote im typisch bosnischen Fladenbrot. Alles getränkt von gutem knoblauchigen Öl. Jawoll! So schaut das da aus, so wird gelebt. Ein Antipol zur Magersucht, ein kulinarischer Anachronismus ohnegleichen! 😉

Etwas in dieser Art auch vegan auf den Tisch zu bringen, das soll der Kern dieses kleinen Simpelrezepts sein. Dabei ist noch nicht einmal das Gelingen garantiert. Gemeint ist das Gelingen mit Bezug auf die Nähe zum Original. Beim “Fleisch” ist völlig klar, dass wir nicht an die Aromen vom Rindfleisch kommen werden. Vielleicht wollen wir das auch gar nicht. 🙂 Der wahre entscheidende Punkt ist das Brot, doch dazu gleich mehr.

Für 2 Personen sind folgende Zutaten vonnöten:
500ml Wasser
2 gehäufte Teelöffel Gemüsebrühe
7 Knoblauchzehen
1 gehäufter Esslöffel Vegeta
Olivenöl viel und reichlich (der Winter kommt)
2 Pakete Vegane Mühlen Griller von der Firma Rügenwalder Mühle (je 6 Stück bzw. 250g)
4 Lupinje Fladenbrote vom türkischen Lebensmittelhändler

Zunächst bereiten wir die Flüssigkeit vor, in welche wir nachher und vor dem Braten die Fladenbrote tunken werden. Insofern nun das Wasser und die Gemüsebrühe verrühren und zum Kochen bringen. 7 zerquetschte Knoblauchzehen hinein, Vegeta hinein, eine halbe Minute mitkochen lassen, dann von der Kochstelle nehmen. Nochmals gut verrühren.

Nun in einer großen Pfanne reichlich Olivenöl erhitzen und die veganen Griller braten. Währenddessen die Lupinje Fladenbrote halbieren. Die Brothälften dann kurz, wirklich nur für Sekunden jeweils, in die Flüssigkeit tunken.

Jetzt die mit dem Knoblauchzauber getränkten Lupinje auf die Griller legen. Deckel auf die Pfanne und bei nicht zu hoher Hitze das “Fleisch” garen lassen und das Brot gut ziehen lassen. Ist alles richtig orchestriert, dann sind die Griller nicht schwarz und die Lupinje werden trotzdem knusprig.

Hast du Pech, dann sind die Lupinje schlicht zu weich. Schmecken tut’s aber immer! Ich wünsche dir den allerbesten Appetit mit diesem unbestritten mega-mega-unvernünftigen Mahl! Zwiebeln mit etwas Salz an den Tellerrand und Perfekt ist die Sache! 🙂

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Als Yogalehrerin ist es mein Wunsch, dich mit dem Yoga-Feeling einzufangen und dich auf diesem Weg zu unterstützen.

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