Zunächst gibt es Gedanken zum frühen Umbruch im Essverhalten der breiten Käuferschaft. Die nicht-ideologisierten Leute bekommen bezahlbare leckere Alternativen an die Hand. Und anschließend gibt es frische selbstgemachte Backofenpommes mit einer dicken kraftvollen fleischlosen und rein pflanzlichen Burgerscheibe dazu. Das hier verwendete Burger Pattie ist nämlich kein geringerer Produktneuling als der Next Level Burger vom Discounter Lidl.

Fleischersatzprodukte dieser Couleur werden kontrovers diskutiert

Die Journallie bezeichnet ein wenig mit spitzer Zunge die neue Fleischscheiben deutscher Supermärkte als Kopie von der Kopie. Gemeint ist zunächst einmal der Beyond Meat Burger, dieses Riesenunternhemen aus den USA, welches mittlerweile sogar börsennotiert ist. Das Marketing von Beyond Meat hat erfolgreich das Bild etabliert, dass man mit dem Produkt nah dran sei am ‚originalen‘ Biss- und Geschmackserleben. Dem kann man kaum widersprechen. Und ich will als weltverbesserungsmotivierter Rohkostveganer Sanftmut üben.

Isst Joe Sixpack nämlich bewusst oder unbewusst seinen Beyond Meat Burger, so fällt die Umweltbilanz, allen bösen Zungen zum Trotz, ausnehmend gut aus. Im direkten Vergleich zur Fleischscheibe bedeutet die Herstellung des Boyond Meat Burger weniger als die Hälfte an Energiebedarf. Am Anfang allen Essens steht die Pflanze, auch beim Fleisch, welches ihrerseits wiederum Ackerland zur Tierfutterproduktion notwendig macht. Der fleischlose Beyond Burger benötigt hier nur 7% der Landfläche. Treibhausgase entstehen nur ein Zehntel. Ganze 46 Prozent weniger Energiebedarf als beim tierischen Burger. Der erforderliche Wasserbedarf bis zur selben Menge an Kalorien auf unserem Teller bemisst sich sogar im einstelligen Prozentbereich. So genügt dieser hochverarbeitete kommerzielle Bratling aus meiner Sicht auf jeden Fall einer guten Sache. Die Nahrungsmittel von gegenwärtig acht Milliarden Menschen müssen zukünftig rein pflanzlich sein. Das ist schlicht und einfach, und fernab vom Bioladen und veganen Vorkämpfern, echter Umwelt- und Klimaschutz.

Aldi und Lidl handeln geschäftstüchtig. Und gut!

Der Beyond Meat Burger hat unstrittig ein neues Marktsegment aus der Taufe gehoben. Der Zuspruch der Käuferschaft ist gegeben und ähnliche Produkte entstehen allerorts in schneller Folge. Aldi hat nun „The Wonder Burger“ und Lidl bietet den von uns gekauften „Next Level Burger“ zum leistbaren Preis an.

In und außerhalb unserer veganen Freundeskreise hält dieser Komplex übrigens ganz konträre Meinungen bereit. Angefeuert durch die Hintergrundrecherche von Veganorganisationen geht die Kunde um, die Geschäftemacher hinter diesem und jenen Produkt seien mit mehr als nur einem Bein im Fleischgeschäft, sie seien hier oder dort mal in Skandale verwickelt gewesen und so weiter und so fort.

Melanie und ich meinen, dass hier alle Ressentiments weggeatmet werden müssen. Ganz entspannt ist einmal festzustellen, dass jede tierproduktfreie Mahlzeit zu begrüßen ist. Die gegebene Welt in ihrem Ist-Zustand wird nur sekundär vom guten Wollen verändert, primär macht es allein die „unsichtbare Hand des Marktes“. Käuferverhalten und Verdienstmöglichkeiten der Konzerne bestimmen den makroökonomischen Richtungswechsel.

Wir haben den Next Level Burger inmitten echten Fleisches im Kühlregal vorgefunden, auch das ist gar nicht mal so verkehrt. Gern denkt sich die vegane Bewegung nämlich ihre Zahlen schön, tatsächlich aber wird die Welt kaum der grünen Gesinnung wegen besser werden. Vielmehr braucht es die breite Käufermasse, folglich auch komplett uninteressierte oder gar bildungsferne Rezipienten. Diese Konsumenten kaufen auf der Basis anderer Kriterien als wir selbst und die uns bekannten veganen Menschen. Ich habe an anderer Stelle dazu schon einmal ein paar Worte geschrieben.

Unser Appell an Lidl und Aldi kann da nur lauten, so geht’s! Weitermachen! Mehr vegan und den modernen Trend ausbauen! Das richtet sich auch an weitere dem Trend folgende Handelsketten!

Jetzt aber Burgertime

Lassen wir feurige ideologische Diskurse ruhen und basteln wir doch geschwind mithilfe von Next Level Burgern und mit unseren frischen Ofenpommes vegan à la gurunest ein zünftiges leckeres Mahl für vier Personen.

Folgende Zutaten werden für 4 Personen benötigt:
Ca. 20 Kartoffeln
Etwas Öl
Pommesgewürz
4 Hamburgerbrötchen
4 Next Level Burger vom Lidl
4 vegane Käsescheiben von Simply
Hela Curry Gewürz Ketctup delikat (oder scharf)
Salatblätter
Tomaten
Röstzwiebeln

Im ersten Schritt bitte die Kartoffeln schälen.  Jetzt kommt das Crinkle Cutter Messer (Partnerlink) zum Einsatz. Mit Hilfe dieses Wellenschneiders die Kartoffeln zunächst in dünne Scheiben bringen. Im nächsten Schritt die Scheiben in kleine Streifen schneiden, so dass die Kartoffeln jetzt ihre Endform bekommen.

Die noch rohen Pommes gründlich waschen, damit die überschüssige Stärke von den Kartoffeln abgespült wird. Schließlich sollen sie ja schön knackig werden. Nun die kleinen nassen Freunde mit einem trockenen sauberen fusselfreien Tuch abtrocknen.

Ab mit den Pommes auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech. Nach Wunsch würzen, mit etwas Öl benetzen und hinfort mit dem kommenden Knusperglück in den Backofen. Backtemperatur 200 Grad, Backzeit je nach der Leistung deines Backofens und der angestrebten „Knusperität“ 30 bis 50 Minuten.

Kurz vor Fertigstellung der Pommes zaubern wir die Burger. Keine Raketenwissenschaft, kein Hexenwerk, kein Schnick, kein Schnack!

  • Hamburgerbrötchen schneiden und kurz im Toaster oder im Backofen erwärmen.
  • Auf den vier unteren Brötchenhälften folgende Reihenfolge. Diese ist heilig und darf unter keinen Umständen verändert werden! 😉 1. Hela, 2. Röstzwiebeln, 3. Tomaten, 4. Salatblätter, 5. Bratling, 6. vegane Käsescheibe

Mit den GURUNEST Pommes servieren und einfach nur genießen! Garantiert Megalecker!

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Ich bin Eddi, ein in den frühen Siebzigern in Bosnien-Herzegowina geborenes und mittlerweile sehr spirituelles Exemplar Mensch. So passt es ganz prima, dass ich der Website gurunest.com als Co-Autor und dem Gurunest Podcast als Co-Moderator dienen darf. Die gemeinsame Schnittmenge zwischen meinem alten und meinem neuen Leben sind meine Ehefrau Melanie und unsere zwei erwachsenen Söhne. Aber sonst haben sich die Dinge mittelprächtig radikal verändert. Früher bestanden meine intellektuellen Interessen vorwiegend aus Computern, Computernetzwerken, Raumfahrt und Wissenschaftsgeschichte. In dieser Zeit waren für mich die Worte "Esoterik" und "Spiritualität" noch klar negativ besetzt. Dann aber passierten drei Dinge mit größtem Veränderungspotential in meinem Leben: Mit dem Veganismus habe ich mein Äußeres radikal verändert, mit den Lehren Buddhas fand ich zum Mitgefühl und mit dem Yoga habe ich mein Ich mit dem Leben versöhnt.

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