Bau eines vollverschlüsselten Linux PC mit 32 GB RAM und 1 TB SSD in Buchgröße im InWin Chopin

Willkommen in der neuen Kategorie Technik auf der gurunest.com Website. Dieser erste Technik-Artikel wird wie alle nachfolgenden technikverliebten Hilfestellungen, Bauanleitungen, Tests und Essays darstellen, dass Spiritualität und Technik einander nicht fremd sind, sondern vielmehr für die ganze Bandbreite modernen menschlichen Seins stehen.

Ein richtig moderner PC in Miniaturgröße für Linux und jeden Tag

Zum Bruchteil des Preises eines Computers mit Apfelsymbol zeigt diese Bauanleitung, wie sich mit passend zusammengestellter Hardware ein kleiner, moderner, leistungsfähiger und doch verbrauchsarmer PC als Hardwareuntersatz für ein vollverschlüsseltes Linux gestalten lässt.  So sehr nämlich in der Sparte der tauglichen Alltagscomputer die Rechner eines kalifornischen Computerherstellers mit dem Betriebssystem Mac OS auch der gute Begleiter jeden Tages sein können, so wenig ist aus unserer Sicht in der letzten Konsequenz einem kommerziellem Betriebssystem aus US-amerikanischen Landen zu trauen. Seit den Enthüllungen des tapferen Herrn Snowden braucht kein Mahner ob ungerichteter Spionage mehr den Titel Verschwörungstheoretiker erdulden. Ja, Linux ist vertrauenswürdiger als Mac OS.

Die Lossagung von der Vollüberwachung und Fremdbestimmung

Das noch in alten Tagen gesetzte Paradigma lautete, dass der Computer ein persönliches Instrument sein soll. Der Rechner war für einen da, keineswegs war er das Instrument anderer. PC oder Personal Computer, zu deutsch Persönlicher Computer, nannten wir das damals. Dieses Konzept ist längst erodiert. Aktuelle kommerzielle Betriebssysteme folgen anderen Interessen. Windows 10 überträgt Nutzungsdaten zum Hersteller, tauscht aus der Ferne riesige Fragmente Systemcode aus. Windows ist womöglich zum Spielen geeignet und gegebenenfalls zur Not hernehmbar für irgendeine dringend benötigte und nur für Windows verfügbare Applikation. Für vertrauliche Computerhandhabe jedoch, da lässt sich Windows eindeutig nicht nutzen. Hier kann eine falsche Website, eine vorschnell geöffnete E-Mail und oft sogar die reine Verbindung zum Internet die Kontamination mit Schadcode bedeuten. Ab dem Moment ist dann Fremdbestimmung angesagt. In der Vergangenheit erlebte ich einige Windows-Anwender, welcher sehr überzeugend darlegten, ihr Thema könne das nicht sein, ihr System sei sauber. Mit etwas Sportsgeist konnten wir in praktisch jedem Fall doch noch die Infektion mit irgendwas aufdecken. Die betroffenen Rechner haben da schon längst vermeintlich spannende Daten gesammelt und an ihre wahren Herren übermittelt oder sie waren teils seit Jahren willfährige Zombies jeweiliger Botnetze.

Linux ist der Ausweg und Linux Mint die Variante der Wahl

Linux Mint zaubert einen gelungenen Desktop auf beliebige Hardware. Obgleich es kostenlos ist, sollte des guten Karmas wegen ein kleiner Betrag an das Linux Mint Projekt gespendet werden. Linux ist auf gleicher Hardware oft deutlich performanter als etwa Windows. Linux überträgt keine umfangreichen Nutzungsdaten an die üblichen amerikanischen Softwarehersteller und im Normalfall haben staatliche und nicht-staatliche Hacker absolut keinen Zugriff auf den Computer. Vorausgesetzt natürlich, in der täglichen Nutzung wird vernünftig gearbeitet wird und die Vorauswahl der Softwarewerkzeuge ist gut gestaltet worden. Nebenher fällt die Rolle des gläsernen Konsumenten vor dem Bildschirm weg. Vor diesem Hintergrund sollte von der Installation von beispielsweise Google Chrome abgesehen werden, auch ein originäres Firefox übeträgt noch bei Weitem zu viele Daten. Der Waterfox ist hier das angepasst Kompilat der Wahl. Für alle denkbaren weiteren Anwendungsfälle stehen gute kostenlose Open Source Programme zu Verfügung, zumeist direkt im Linux Mint mit einem Mausklick zu installieren. So soll das sein.

Das kleine Hardware-Abenteuer für Nervenstarke

Jetzt aber ans Eingemachte! Mein in diesem kleinen Artikel präsentierter und zum Nachbau anregender jüngster vollverschlüsselter Linux Mint Office PC hat der neuen Denke wegen Buchgröße. Na ja, es kommt einem dickeren Buch nahe… Jedenfalls ist meine neue Marschrichtung weg vom großen Tower-Gehäuse und dies geht dann überkreuz mit dem von mir favorisierten Mini-ITX Format das Mainboard betreffend. Nach einiger Suche blieb ich beim InWin Chopin in der Wahl des infrage kommenden Chassis hängen. Es ist äußerst schick. Sowohl beim ersten Betrachten auf Bildern wie auch nach getaner Arbeit. Ich will vergessen, dass das Hantieren fummelig war, dass es in der Summe gar zum fummeligsten aller meiner Mini-ITX Projekte geraten sollte.

Wäre ich die Company InWin, so würde ich das Gehäuse um etwa 2 cm in der Tiefe wachsen lassen, allein um die Aussparung für das Einsetzen des Mainboards zu vergrößern. Die Stromversorgungskabel fürs Mainboard würde ich kürzer ausfallen lassen. Die Durchreiche oberhalb des Mainboards zur Verbringung von SATA Daten- und Stromkabeln würde ich ganz klar größer gestalten und 2 bis 3 Millimeter mehr Distanz vom Rost zum CPU-Lüfter würde ich auch spendieren.

Die Zutaten

Der erste Aufbau mit Boxed Lüfter geriet zum akustischen Fehlschlag

Einige Mühen wären mir erspart geblieben, hätte ich nur sofort den zur CPU und vor allem zum Chassis passenden Noctua Lüfter NH-L9i verbaut. Zunächst dachte ich nämlich, Intel habe ja in der Vergangenheit schon ganz passable Boxed Lüfter mitgeliefert, das werde schon gut gehen bzw. leise sein, so schlecht könne es ja nicht werden. Pustekuchen, der fertige Aufbau mit Intel Lüfter war die Hölle. Kleines Rechnerlein mit Turbinenmentalität. Ein Staubsauger auf geringster Stufe käme kaum weniger nervenzerfetzend ums Eck.

Der zweite Anlauf mit dem Noctua erforderte zwar das kurze Ausbauen des Mainboards mit allen Extremfummeligkeiten in Wiederholung, das Ergebnis war jedoch umwerfend. Für meine Ohren ist der Standardbetrieb mit dem Noctua CPU-Lüfter nun faktisch unhörbar. Tatsächlich habe ich auch schon einmal nachgesehen, ob sich das Ding wirklich dreht. Eine Wohltat.

Weise Tipps den Zusammenbau betreffend

Ruhe, Antistatik-Armband, viel Licht und … noch mehr Ruhe. Die dicken Kabel in den Teilschritten langsam biegen und nicht ohne Not verdrillen. Vor dem Einbau des Mainboards CPU stecken, Lüfter montieren und RAM-Riegel setzen.

Das ASRock Mainboard mit der dem externen Anschlussfeld entgegengesetzten Seite ins Chassis bugsieren, dann die Seite mit jenen externen Buchsen nach unten bewegen und mit einem leichten Stupsi nach links in der vorab verclipsten Slotblende einpassen. Ins Bios, Lüfterprofil anpassen, Linux Mint installieren und des Glückes willfähriger Helfer sein.

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Ich bin Eddi, ein in den frühen Siebzigern in Bosnien-Herzegowina geborenes und mittlerweile sehr spirituelles Exemplar Mensch. So passt es ganz prima, dass ich der Website gurunest.com als Co-Autor und dem Gurunest Podcast als Co-Moderator dienen darf. Die gemeinsame Schnittmenge zwischen meinem alten und meinem neuen Leben sind meine Ehefrau Melanie und unsere zwei erwachsenen Söhne. Aber sonst haben sich die Dinge mittelprächtig radikal verändert. Früher bestanden meine intellektuellen Interessen vorwiegend aus Computern, Computernetzwerken, Raumfahrt und Wissenschaftsgeschichte. In dieser Zeit waren für mich die Worte "Esoterik" und "Spiritualität" noch klar negativ besetzt. Dann aber passierten drei Dinge mit größtem Veränderungspotential in meinem Leben: Mit dem Veganismus habe ich mein Äußeres radikal verändert, mit den Lehren Buddhas fand ich zum Mitgefühl und mit dem Yoga habe ich mein Ich mit dem Leben versöhnt.

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