Unsere lieben Nachbarn aus den Niederlanden haben mit dem Straßenmarkt Enschede ein für uns mittlerweile tradiertes Wochenendziel. Hier kaufen wir Essbares, Kaffee und Kleinkram. Nebenher registriert unser aufmerksames Herz die Andersartigkeit bei den einheimischen Passanten. Laissez faire, laissez passer. Die Leute sind hier deutlich entspannter und toleranter als im überaus akademischen und kaufmännisch gestrengen Münster.

Die Unmassen an Käse, Fleisch, Wurst, Backfisch und Plastiktüten registriert der Veganer. Das sich hier auf die Schnelle nichts ändern wird, findet dem Pragmatismus entspringende Toleranz, dass es auf dem Marktplatz nicht einen einzigen zubereiteten veganen Snack gibt, das erfreut weniger.

Erfreulicherweise ist unser veganer Ankerpunkt in Enschede mittlerweile gefunden. Noch im Innenstadtbereich und an der vom Markt gerade vielleicht zwei Fußminuten entfernten Adresse Haverstraatpassage 26 residiert die ETN saladebar. Nicht rein vegan, aber das vegane Publikum ist hier dennoch sehr gut aufgehoben. Neben den veganen Angeboten auf der Karte lassen sich die anderen Speisen mitunter ohne viele Worte gelungen veganisieren.

Ein junges Haus mit sehr freundlichen Mitarbeitern. Außen in der Passage lässt es sich sitzen, im Innern warten Holztische mit netter Deko rundum und dem Charme von Leichtigkeit in der Luft.

Bei unserem Besuch in der letzten Woche war es Lotta, die uns freundlich begrüsste, unsere Bestellungen servierte und ein paar nette Worte für uns hatte. Das gute Kharma der Gründerin hat sich ohne Zweifel auf das Lokal übertragen.

Lotta empfahl mir die indische Linsensuppe. Herrje, welche Worte mögen meinem Lob Wegbereiter sein? Es war ohne Platz für Zweifel die beste Linsensuppe meines Lebens. Der Wrap war famos, der veganisierte Salat (Balsamico und Öl anstelle von Pesto) ebenso. Der gute Kaffee soll gelobt werden, ist er doch keineswegs selbstverständlich.

Die Dinge kehren sich um. Besuchten wir ehemals den Markt mit veganem Snack hintendran, so wird es fortan der Besuch der ETN saladebar mit anhängigem Marktbesuch.

Wir empfehlen den deutschen Besuchern der Strecke wegen, vorab kurz auf der ETN saladebar Website zu schauen. Der Öffnungszeiten wegen und mitunter warten aktuelle Highlights. Gegenwärtig ist da etwa ein veganer High Tea. Bravo! Weiter so!

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Ich bin Eddi, ein in den frühen Siebzigern in Bosnien-Herzegowina geborenes und mittlerweile sehr spirituelles Exemplar Mensch. So passt es ganz prima, dass ich der Website gurunest.com als Co-Autor und dem Gurunest Podcast als Co-Moderator dienen darf. Die gemeinsame Schnittmenge zwischen meinem alten und meinem neuen Leben sind meine Ehefrau Melanie und unsere zwei erwachsenen Söhne. Aber sonst haben sich die Dinge mittelprächtig radikal verändert. Früher bestanden meine intellektuellen Interessen vorwiegend aus Computern, Computernetzwerken, Raumfahrt und Wissenschaftsgeschichte. In dieser Zeit waren für mich die Worte "Esoterik" und "Spiritualität" noch klar negativ besetzt. Dann aber passierten drei Dinge mit größtem Veränderungspotential in meinem Leben: Mit dem Veganismus habe ich mein Äußeres radikal verändert, mit den Lehren Buddhas fand ich zum Mitgefühl und mit dem Yoga habe ich mein Ich mit dem Leben versöhnt.

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