Mein neues veganes Leben: Ein Vorher-Nachher-Bild

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Vor einigen Tagen fiel mir das hier gezeigte Foto aus dem Jahr 2016 in die Hand. Es stammt aus jenen Zeiten, in denen ich mich bewusst nur selten und höchst ungerne fotografieren ließ.

„Sich wohlfühlen wie man ist“, so ungefähr lautete mein stilles Mantra während der ersten 25 Jahre meines Daseins als Erwachsener. Blickte ich damals durch Zufall auf einen Zeitungsartikel, in welchem das Übergewicht als tolerabel und gut fürs Seelenheil dargestellt wurde, dann fand das klar meine vollste Zustimmung. Schließlich war ich selbst dick und das war aus meiner Sicht auch gut so. Überhaupt kannte ich meine Statur kaum mehr anders. Meine Adipositas war Produkt eines steten Kalorienüberschusses und letztlich das Ergebnis ungeeigneter Nahrung.

In diesem Lebensabschnitt waren tierische Produkte für mich unverzichtbar. Ein Essen ohne geschmortes Rindfleisch, ohne Backfisch, ohne Krakauer, ohne etwas mit Käse drauf, das war in meiner Wahrnehmung absolut nichts Ernstzunehmendes. So waren die Fleisch- und Geflügelgerichte der Ankerpunkt meiner besseren Tage. Ob daheim selbst zubereitet und bei Rotwein genossen, in guter Runde beim Italiener oder an der Imbißbude am Baumarkt, da geschah einfach das „gute Leben“. Das zugrundliegende Leiden der hierfür hergenommenen Tiere war mir sehr wohl bewusst, aber Mensch ist meisterhaft gut in der Beherrschung von Verdrängungsmechanismen.

Dieses Ausblenden, jenes Nichtdenken, das weiße-Rauschen-erzeugen funktionierte bei mir konstant im täglichen Dasein. Mit Ausnahme nur weniger Momente. Etwa jenen Augenblicken, wenn meine Anprobe beim Kauf von neuer Bekleidung passierte. Oder dann etwa, wenn ich mit meinen Kindern Fußball spielte. Hier gibt es ein regelrechtes Schlüsselereignis: Ich erinnere mich noch gut an einen Nachmittag vor etwa 10 Jahren. Kurz nur überkam mich der Spaß am Fußball und ich schaltete mich in das laufende Spiel von meinen Söhnen und den Nachbarjungs ein. Nach nicht ganz einer Minute des Hin- und Herrennens schlug mein Herz stark und bedrohlich schnell. Flach auf dem Rücken liegend lag ich dann dort. Heute weiß ich, dass ich wohl an keinem anderen Zeitpunkt einem Herzinfarkt so nahe gewesen bin. Viszerales Fett hatte meine Organe im Klammergriff und meine Arterien waren vermutlich ziemlich dicht mit Ablagerungen tierischen Fettes.

Zur veganen Ernährung führte mich der tierethische Aspekt. Das Geschenk zugunsten meiner Gesundheit, die mittlerweile gut 40 Kilogramm Körperfett weniger, das bekam ich als nette Dreingabe. Die rein pflanzliche Ernährung kennt die durchschnittliche geringere Energiedichte pro Mahlzeit. Allein das machte es zum Kinderspiel für mich, für eine neutrale oder leicht negative Kalorienbilanz zu sorgen. Nebenher lösten sich in meinem Körper mannigfaltige Entzündungsprozesse in Wohlgefallen auf, weil deren Ursachen, beispielsweise Fleisch und Milch, von mir einfach nicht mehr nachgeliefert worden sind. Außerdem profitierte ich ganz sicher von dem Glück, dass Arteriosklerose mithilfe der rein pflanzlichen Ernährung einem reversiblen Prozess anheim fällt.

Heute, gut 40 Kilogramm weniger Mensch, laufe ich ohne Frühstück mühelos 20 Kilometer. Eine Stunde intensiver Yoga-Praktiken machen mich glücklich und munter, keinesfalls müde. Und die Jeans passt auch gern noch leicht feucht vom Waschgang und ohne textildehnende Kniebeugen.

Vielleicht passen meine geschilderten Erfahrungen irgendwie zu Deiner aktuellen Lebenssituation. Ernähre dich vegan. Um Ernährung ohne Leid zu praktizieren. Bei allen Beteiligten.

Wenn du bei dir eine ähnliche Veränderung in Gang bringst und mein Wissen dir Hilfestellung und meine Erfahrung dir Unterstützung sein können, dann lass mich das bitte wissen. Schreib mir hier in den Kommentaren oder gern auch per E-Mail.

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