Burnout, die Schattenseite der Leistungsgesellschaft

0
660

Das Thema Burnout ist mir schon lange eine Herzensangelegenheit. Es macht mich ganz betroffen, wie die zunehmende Entmenschlichung unserer Leistungsgesellschaft ihre Opfer einfordert. In Verbindung mit falscher Ernährung, Fehlen von Sport und der Unkenntnis von Strategien im Umgang mit Stress kommt es so zum Absturz der betroffenen Menschen.

Wie stellt sich der Burnout dar?

Beim Burnout ist ein Zustand von starker emotionaler und körperlicher Erschöpfung erreicht, welcher durch chronische Überforderung und andere begünstigende Faktoren bedingt ist. Die zwei häufigsten Ursachen für den Burnout sind die Belastungen am Arbeitsplatz und / oder Probleme in Familie und Partnerschaft.

Harmlos beginnend vollzieht sich schleichend bei den Unglücklichen die Steigerung des Gefühls vom „Ausgebranntsein“. Die Leute machen weiter wie gehabt und empfinden ihre Situation noch für lange Zeit als normal. Aber die Belastungen nehmen nicht ab, sondern sie werden mehr. Es wird gespürt, dass die Müdigkeit an einem nagt und doch möchten die Betroffenen sich selbst beweisen, dass es weiter geht. Schwächeln zählt nicht, so sieht es das Individuum, so sieht es die moderne Leistungsgesellschaft.

Würde man sich zu diesem Zeitpunkt eine Auszeit nehmen, wäre die Erholungsphase viel kürzer und der Burnout wäre im Idealfall noch abzuwenden.

Im Burnout-Szenario wird allerdings weitergemacht wie gehabt. Zeit zur Entspannung bleibt im Alltagsstress nicht. Es gilt, Berufs- und Familienleben unter einen Hut zu bringen. Durch den Zeitmangel entsteht Appetitlosigkeit oder auch andersrum ein zu schnelles, übermäßiges Verzehren von Lebensmitteln. Häufig fehlen die Freiräume wie auch die Kenntnisse, sich gesunde frische Mahlzeiten zu kochen. Schnell wird Fast Food und Fertiggerichten der Vorzug gegeben.

Die nächsten Symptome sind noch irgendwie zu ertragen, doch alsbald sendet der Körper schon deutlichere Signale. Nach außen erwecken solche Menschen den Eindruck, nichts und niemand könne sie erschüttern. Sie arbeiten und ‚funktionieren’ weiter, fühlen jedoch allmählich, dass sie diesem gewohnten Anspruch an sich selbst schon nicht mehr gewachsen sind. Auf ihre eigenen Bedürfnisse wollen sie noch immer nicht hören.

Abermals tun und rennen sie den selbstgesetzten Aufgaben hinterher. Immer häufiger jedoch passiert das Versagen mit Bezug auf die eigenen Erwartungen. Der Prozess ist jetzt auch nach außen sichtbar und es kommt zu Leistungsabfällen. Zu den seelischen Problemen gesellen sich vermehrt körperliche Symptome. Die Betroffenen leiden unter kontinuierlicher starker Müdigkeit und können trotzdem nicht schlafen. Oftmals ist der Magen-Darmtrakt betroffen (unser sogenanntes „zweites Gehirn“), aber auch Kopfschmerzen, Nackenschmerzen sowie Rückenschmerzen ergänzen häufig den Symptomenkomplex.

Irgendwann geht gar nichts mehr. Der Absturz. Die vom Burnout betroffenen Menschen sind nun am Boden zerstört, brauchen Verständnis und vor allem dringend Hilfe. Üblicherweise hilfreiche Dinge, wie etwa Sport, sind an an dieser Stelle nicht denkbar. Es ist schlicht keine Energie mehr da, lähmende Antriebslosigkeit blockiert den Weg zurück in ein gesundes und glückliches Leben. Jetzt braucht viel es viel Geduld und gute Therapeuten.

Rechtzeitig gegenlenken

Der Appell soll sein, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Wir sind in der Pflicht, auf uns und unsere Bedürfnisse zu achten. Nicht verpflichtet sollen wir sein, uns von Stress, gesellschaftlichen Zwängen, grenzenlosem Abruf unserer Arbeitsleistung und schlechter Ernährung krank machen zu lassen.

Vielen Burnout-Patienten ist gemein, dass sie wenig von den Bedürfnissen ihres Körpers wussten. Ist die Ernährung ein Nebenthema und wird grundlegendes richtiges Wissen nicht angewandt, dann kann es nur bergab mit dem Körper gehen, und letztlich auch dem Geist. Irgendwann sind wichtige Stoffe im Körper nicht mehr vorhanden, schlechte Blutwerte zeugen davon.

Ein Jeder soll sich auf die Fahnen schreiben, mindestens einmal im Jahr beim Hausarzt die eigenen Blutwerte ermitteln zu lassen. Die Laborwerte können und sollen die Nahrungsgewohnheiten verbessern helfen. Am Vitamin D3 darf es nicht mangeln, zu entscheidend ist es für die Stimmungslage. Die B-Vitamie sind immanent für die körpereigene Energiegewinnung. Magnesium ist hochgradig wichtig. Des Weiteren sollten auch die Werte mit Bezug auf Eiweiß (Albumin) und Kalium ärztlich bestimmt werden.

Ernährung wie immer fundamental wichtig

Die gesunde Ernährung beinhaltet wichtige Nährstoffe, Vitamine und Mineralien. Das ausreichende Vorhandensein begünstigt die körperliche Fitness und bildet die Basis für as Imstandesein, aufkommenden Stress abbauen zu können. Diese pflanzlichen Stoffe brauchen wir dringend und wir brauchen sie jeden einzelnen Tag unseres Lebens. Magnesium und B12 sollte jeder von uns supplementieren. Frische Mahlzeiten steigern gerade in stressbehafteten Phasen das körperliche und geistige Wohlbefinden. Die mental besonders für Burnout prädestinierten Personen werden von einer gesunden vollwertigen Nahrung nur profitieren können.

Im deutlich gewordenen Einzelfall jedoch kann nur ärztliche Unterstützung Schlimmeres verhindern helfen. Hier können neben akuten Maßnahmen langfristig ausgerichtete Therapien helfen, welche unter anderem Strategien zum Umgang mit Stress lehren. Profis sollen an diesem Punkt das Schlimmste ausschließen helfen.

in jedem einzelnen Fall jedoch, vor wie nach dem Burnout ist eine gesunde, bewusste und vollwertige Nahrung gut und wichtig. Ich gehe davon aus, dass mit der richtigen Lebensweise die Zahl der Burnout-Erkrankten gesenkt werden kann. Körper und Geist sind untrennbar miteinander verbunden. Auf beide ‚Komponenten‘ unseres Selbst können wir positiv einwirken und sie pfleglich behandeln.

Mir hat meine Umstellung auf die vollwertige vegane Ernährung mit großen Erfolg geholfen, vitaler als je zuvor zu sein. Generell wirkt die gute vegane Ernährung Müdigkeit und Nervosität entgegen. Meine verbesserte Auswahl an Lebensmitteln, ihre richtige Zubereitung, regelmäßige Mahlzeiten und Achtsamkeit bei der Nahrungsaufnahme haben mich und meinen Mann gesünder gemacht. Schon Hippokrates sagte: „Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung.“

Sport und Meditation

Dann der Sport… Niemand kann ohne Sport. Jeder kann Sport machen. Jeder muss seinen Möglichkeiten entsprechend Sport machen! Das Fehlen von Sport ist fatal für den Körper wie für den Geist. Für mich und meinen Mann zählen neben dem Laufen insbesondere Yoga und Meditation zu den unverzichtbaren Institutionen in unserem Leben. Allein die Wirkung von richtiger tiefer Atmung ist eine Erfüllung. Um Yoga soll es auf gurunest noch häufig gehen.

Ist es nicht verrückt, wenn man mit über 40 sagen kann, man ist so gesund und leistungsfähig wie nie zuvor? Jeder soll probieren, die für das eigene Selbst schlechten Dinge zu erkennen und aus dem Leben zu streichen. Ich bin fest davon überzeugt, dass es zum Burnout am anderen Ende ein hoffnungsvolles Gegenstück gibt.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here