Bluthochdruck und die vegane Ernährung

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Jeder dritte Deutsche zwischen 18 und 79 Jahren leidet an arterieller Hypertonie, dem sogenannten Bluthochdruck. Nicht von ungefähr ist die Hypertonie eine der häufigsten Todesursachen.

Ein Blutdruck von 120/80 mmHg oder 129/84 mmHg gilt als normal. Ein Blutdruck zwischen 130/85 mmHg und 139/89 mmHg wird als „hoch normal“ deklariert.

Als milde Hypertonie (Grad 1) gilt ein Blutdruck von 140/90 mmHg und auch noch 159/99 mmHg. Oberhalb dieser Messwerte sind Grad 2 und Grad 3 verortet.

Die erste Zahl entspricht dem systolischen Wert, was auf die Kontraktion der linken Herzkammer zurückgeht, welche das Blut aus dem Herzen treibt. Die zweite Zahl deutet den diastolischen Wert. Dieser Messwert gründet auf der erneuten Füllung der Herzkammern mit Blut. Die Abkürzung für mmHg steht übrigens für Millimeter Quecksilbersäule, dies ist die Maßangabe für den Blutdruck.

Wenig erfreuliche Symptome eines Bluthochdrucks sind Kopfschmerzen, Schwindel, Abgeschlagenheit und Sehstörungen. Nebenher steigt das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit dem erhöhten Blutdruck an. Leidet der Erkrankte unglücklicherweise nebenher noch an der Arteriosklerose, dann sind ernsthafte Folgeschäden an wichtigen Organen wie Herzen, dem Gehirn, den Augen oder den Nieren mehr als wahrscheinlich.

Generell soll der hohe Blutdruck sehr ernst genommen werden, da vorgeschädigte Gefäßwände leicht einreißen können. Gefährliche innere Blutungen sind die jeweilige Konsequenz.

Ärzte sprechen gerne von einer genetischen Veranlagung als Ursache für die Entstehung des Bluthochdrucks. Leider ist zur Zeit völlig unbekannt, welche Gene genau ursächlich sein sollen. Somit gerät die Aussage der Ärzte nicht sehr wissenschaftlich.

Für Veganer ist es eine gängige Erfahrung, nach der Umstellung hin zu dieser Lebensweise normale Blutdruckwerte zu bekommen und dauerhaft zu halten. Also sage ich ganz klar, dass hier nicht die Gene fuhrwerken. Bei den meisten Betroffenen der Hypertonie dürfte nicht eine Veranlagung die Ursache des Übels sein,  sondern die Grundlage wird in den üblichen Risikofaktoren zu finden sein. Jenen durch die eigene Lebensgestaltung beeinflussbaren Risikofaktoren.

Rauchen, jahrzehntelanges Übergewicht und übermäßiger Alkoholkonsum sind Risikofaktoren.  Schlechte Ernährung ist es ebenso. Also Fast Food, verarbeitete Produkte, viel Salz, tierische Produkte und der Mangel an Rohkost.

Ist der Bluthochdruck erst einmal da, dann gibt es das passende Rezept in die Hand. Doch in vielen Fällen ließe sich gut auf die pharmazeutische Industrie verzichten. Eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung und sportliche Aktivität sorgen für gewöhnlich für eine Gesundung, ganz ohne Medikamente wohlgemerkt. Meine Einstellung zu Medikamenten ist wie immer, so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Alles was ohne Medikamente geht, sollte unbedingt probiert und gemacht werden. Mit Medikamenten betrügt man heutzutage seinen eigenen Körper recht gern, schließlich werden nur die Symptome bekämpft, die Ursache bleibt unangetastet. 

Die Verweigerung von sportlicher Aktivität führt mit der Zeit dazu, dass unsere Blutgefäße sich zu unserem Nachteil verändern und dass der Durchfluss keineswegs besser wird. Wer dann noch Fleisch und all die anderen tierischen Produkte isst, der gibt seinen Gefäßen den Rest.

Wie immer kann meine Empfehlung nur von veganer Prägung sein. Eine natriumarme und kaliumreiche Ernährung soll angestrebt werden. Mit Kalzium und Magnesium wird es gar perfekt. Durch den Verzehr von Obst, Gemüse, Nüssen und Vollkorngetreide führen wir unserem Körper viel Kalium, Kalzium und Magnesium zu. Dies führt interessanterweise zu einer Normalisierung des Blutdrucks. Kalzium ist in vielfältigen Quellen verfügbar, so etwa diversen Nusssorten, Grünkohl, Brokkoli und Sojaprodukten und vielen weiteren Lebensmitteln. Kalium findet sich in frischen Früchten (z.B Banane, Apfel, Honigmelone), grünem Gemüse, Kartoffeln und Trockenfrüchten. Magnesium konsumiert man über das Trinken von Mineralwasser, daneben auch leicht über den Genuss von Vollkorngetreide, Obst, Sonnenblumen- und Kürbiskernen.

Wieder einmal sage ich klar, dass es für ganz viele moderne Leiden einfache Ursachen und simple Mittel zum Gegensteuern gibt. Unsere Gesellschaft hat sich dahingehend entwickelt, dass diese ganzen überflüssigen Krankheiten auf der Basis von Bewegungsmangel, übermäßigen Essen und insbesondere dem Konsum von Tiermilch und Tierkörpern praktisch schon als unvermeidlich hingenommen werden und mitunter als Begleiter der älteren Lebensabschnitte akzeptiert werden. So berauben sich die Menschen ihrer Leistungsfähigkeit, ihrer Lebensqualität und am Ende ihrer noch möglichen Lebensjahr.

Es ist leicht, sich vegan zu ernähren.

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