Die Milchkuh. Nicht sehen wollen, nicht hören wollen.

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Mit diesen Tieren, welche ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen, kann sich jede Mutter, auch ein Exemplar des Homo Sapiens, identifizieren und solidarisieren. Der Kuhmutter wird das Kind weggenommen, in den sogenannten Biohöfen erst ein paar Tage nach der Geburt, in anderen Milchbetrieben sofort nach der Geburt. Das unendliche Leid, welches wir den Kühen und Kälbern millionenfach im Jahr antun, ist grausam.. 

Wir Mütter können doch nachempfinden, was es bedeutet ein Kind auf die Welt zu bringen. Wäre es nicht ein Alptraum für uns Mütter, wenn man uns das Neugeborene sofort wegnimmt, uns die Milch abpumpt für Fremde und das solange, bis wir nach ein paar Jahren völlig zusammenbrechen?

Es ist schwierig zu sagen, wie alt Kühe oder andere Nutztiere eigentlich werden können. Laut vier-Pfoten.de wird man weder in landwirtschaftlichen Lehrbüchern noch in Fachzeitschriften zu diesem Thema fündig. Dies ist doch wirklich grausam, denn es zeigt uns mal wieder, dass die natürliche Lebenserwartung in der von uns gestalteten Welt gar keine Rolle spielt. Jenes Alter hingegen, welches für die Schlachtung relevant ist, das wird in der gängigen Literatur außerordentlich präzise beschrieben.

Die natürliche Lebenserwartung von einer Kuh oder einem Rind beträgt 20 Jahre.

In der Intensivhaltung schrumpft das Lebensalter bei einer Milchkuh auf durchschnittlich fünfeinhalb Jahre. Hier handelt es sich um lange Jahre grausamster Quälerei. Es wird noch deprimierender, wenn man sich vorstellt, dass es beim männlichen Rind nur drei Jahre und beim Kalb nur acht Monate sind.

Kühe trauern, wenn jemand ihresgleichen gestorben ist. Sie weinen! Kühe gehen enge Freundschaften mit bestimmten Herdenmitgliedern ein. Jede Kuh hat eine andere Stellung in der Herde. Sie pflegen und lecken sich gegenseitig zwecks der Darstellung ihrer Verbundenheit.

Auch wissenswert ist, dass die in großen Ställen zusammengepfercht lebenden Kühe permanenten Stress erleben, da sie sich ständig behaupten müssen. Uns Menschen würde es wohl ähnlich gehen, wenn wir in einer überfüllten WG leben müssten ohne Freiraum.

Das von der Menschheit an den Kühen verübte Verbrechen, braucht neben Empathie solches Wissen, dass insbesondere die Mutter-Kind-Beziehung der Kuh zu ihrem Kalb sehr eng ist. Wer denkt beim gedankenlosen Mampfen seines Burgers daran, dass Mutterkühe die ihnen entrissenen Kälber, welche der Kalbfleischproduktion zugeführt wurden, vergeblich suchen.

Alleine in Deutschland werden jährlich über vier Millionen Kühe für die Fleisch- und Milchindustrie getötet und knapp fünf Millionen Kühe verbringen den Großteil ihres Lebens bestimmt nicht auf einer grünen Wiese im Allgäu. Tatsächlich sind sie in riesigen Ställen eingesperrt. Die Kühe dort werden immer und immer wieder geschwängert. Anschließend nimmt man ihnen immer wieder ihre Kälber weg. Diese Kinder werden dann weiter zu Fleisch verarbeitet, welches dann bei den Menschen auf dem Grill oder in der Pfanne landet und als besondere Leckerei gilt. Das Geschrei vom Muttertier muss der menschliche Konsument nicht hören! Die Trauer von dem Muttertier ist der menschlichen Durchschnittsfamilie bei Pasta Bolognese ohne Zweifel egal. Die Angst in den Augen des Rinderbabys sieht der Schnäppchenjäger im Supermarkt nicht, ebensowenig wie der Käufer beim sogenannten Bio-Fleischer „des Vertrauens“. Gesehen wird nur das verpackte und mit Medikamenten verseuchte Fleisch in den Auslagen. Hätten die Schlachthäuser Glaswände und könnten wir die Tiere sehen und schreien hören, würde die Masse der Menschen dann noch Fleisch und Milchprodukte haben wollen? 

Nachdem die Kuh jahrelang immer und immer wieder geschwängert wurde, ihre Kälber jedesmal weggenommen worden sind, erst nach dieser endlosen Tortour kommt der erlösende Tod. Auch sie werden dann zu jenen Schlachtern transportiert, welche einstmals ihre Kinder töteten. Viele Kühe sterben schon während des Transportes zur letzten Station ihres höllengleichen Lebens. Einem Leben voller Leid!

Und wofür? Für den kurzen „Genuss“ auf dem Teller?

Es gibt viele schmerz- und leidlose Alternativen zur Tiermilch! Wir Menschen müssen aufwachen und das zur Gänze unnötige Tierleid beenden. Die artgerechte Tierhaltung, die immer so angepriesen wird, ist keine Lösung. Artgerecht ist unserer Überzeugung nach allein der natürliche Tod nach einem Leben ohne jede Qual und Ausbeutung durch Menschen.. Kein Tier springt lächelnd in die Pfanne. Alle wollen Leben. Jedes einzelne Lebewesen will leben.

Jeder individuelle Verzicht auf Tierprodukte ist ein Schlag in die Magengrube dieser düsteren Industrien. Da hat der Kapitalismus mal etwas gutes.

Schritt für Schritt die Welt verändern, mit eigenem Tun, jetzt!

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