Multiple Sklerose und vegane Ernährung

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Das Thema Multiple Sklerose hat einen sehr emotionalen Wert für mich, da eine Freundin vor einigen Jahren daran erkrankte. Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr und so weiß ich zur Zeit nicht um ihr Wohlergehen. Gleichwohl ist sie in meinem Herzen stets bei mir. Wann immer also von MS die Rede ist, so berührt mich das Thema sehr. An anderer Stelle habe ich bei einer Bekannten über 10 Jahre hinweg das Voranschreiten dieser Krankheit erleben können. Die Frau war am Ende bettlägerig und pflegebedürftig.

Mit diesen Erlebnissen und klar mit Bezug auf meine vegane Lebensweise überlege ich natürlich, inwiefern man mit dem Veganismus diese Krankheit verhindern, heilen oder ihren Verlauf zumindest verlangsamen könnte. Immerhin hat die Multiple Sklerose seit gut 200 Jahren medizingeschichtlich einen Namen und noch immer gibt es lediglich Erklärungsansätze über die möglichen Ursachen dieser Krankheit. Kann es denn am Ende gar allein die Ernährung sein?

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr sehe ich die vegane Ernährung dazu imstande, den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen und im besten Falle gar ihr Entstehen zu verhindern.

Das Verhältnis der breiten Bevölkerung zur Ernährung ist bekannt: es soll lecker, billig und leicht verfügbar sein. Das im Dauerkonsum von tierischen Zutaten ein signifikantes gesundheitliches und ethisches Problem liegt, wird trotz der längst laufenden Aufklärung hingenommen, akzeptiert und toleriert. Die allerorts angebotene Nahrung wird mit Konservierungsmitteln, Farbstoffen und Medikamenten aufgebohrt. Die Begriffe aus den Zutatenlisten der industriell hergestellten Lebensmittelprodukte sind kaum aussprechbar, geschweige denn gemeinhin bekannt. Es darf vor diesem Hintergrund bitte nicht verwundern, wenn der Körper tatsächlich rebelliert. Die vielen lästigen und schon als normal und als Begleiter des Alterns angesehenen „Zivilisationskrankheiten“ werden von den Leuten und von den Betroffenen losgelöst und unabhängig von der Ernährung gesehen. Genau hier ist der große Denkfehler. Was wir essen, ist letztlich entscheidend. Es bestimmt über unser Wohlergehen, über unsere Leistungsfähigkeit und unsere Lebenserwartung.

Roger MacDougall hat in einer aufsehenerregenden Geschichte mit dem Titel „Mein Kampf gegen multiple Sklerose“ beschrieben, wie er seine MS mittels einer ‚Steinzeitdiät‘ so nachhaltig beeinflussen konnte, dass bis auf einen leichten Nystagmus keine neurologischen Ausfälle mehr zu finden waren. Ursprünglich war er ein an das Bett gebundener Pflegefall und bereits von den Ärzten aufgegeben.

Für Ärzte und Therapeuten sind diese immer wiederkehrenden Multiple Sklerose Fälle eine stete und somit sichere Einnahmequelle. Gering ist das Risiko einer Falschbehandlung, schließlich sind in der Regel abseits der verschiedenen bekannten Facetten der Schwere keine Überraschungen im Krankheitsverlauf zu erwarten. Der Pharmaindustrie garantiert MS volle Kassen, brauchen die Patienten doch schließlich über Jahre hinweg hoch bepreiste Medikamente wie jene in der  Interferon-Thearapie. Wieder einmal stelle ich für mich fest, dass das große Geld mit den Symptomen verdient wird, nicht mit der Bekämpfung der Ursachen.

Man stelle sich vor, dass den Betroffenen auf breiter Front eine vegane Diät empfohlen würde! Es ist meine feste Überzeugung, dass diese Menschen ähnlich wie Roger MacDougall eine deutliche Besserung, gar einen Stopp der Krankheit erleben würden.

Billigste oder gar kostenlose Gartengemüse gegenüber teuren Pharmazeutika können der Pharmaindustrie nur übel aufstoßen.

Fest steht, dass Nahrung tierischen Ursprungs die Entzündungswerte im Körper steigen lässt. Ein zu hoher Fettanteil in der Nahrung fördert das Voranschreiten der Multiplen Sklerose.

Wenngleich es in diesem Zusammenhang wenige aussagekräftige Studien gibt, berichtet die Internetseite vegan.eu interssanterweise über eine Studie, welche auf dem jährlichen Kongress der American Academy of Neurology in Philadelphia vorgestellt wurde. In der von Dr. Yadav durchgeführten Studie geht es um den bereits erwähnten Herrn MacDougall und seine Diät mit dem durchschlagenden Erfolg. Beobachtet wurde in dieser Forschungsarbeit nebenher und erfreulicherweise eine signifikante Minderung der Müdigkeit, eine Verbesserung der allgemeinen Stimmungslage wie auch die Absenkung der Cholesterinwerte.

Damals war ich mit beim Neurologen, als meine Freundin die Diagnose mitgeteilt bekam. Der Neurologe sagte noch süffisant: „Seien sie froh, dass sie diese Krankheit haben und nicht eine unerforschte. Die medizinische Forschung steckt so viel Geld in die Bekämpfung dieser Krankheit wie in keine andere.“ Mit diesen Worten gingen wir nach Hause.

Mein Appell ist, dass die MS-Betroffenen selbst nebenher in Aktion treten, wenn die behandelten Mediziner die Nahrung nicht weiter thematisieren. Selbst nachdenken und selbst schauen!

Sehr würde es mich freuen, wenn ihr über Eure Erfahrungen berichtet.

Caspar David Friedrich: Frau in der Morgensonne

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