Wir verbrachten ein Wochenende im Naturkost-Hotel Harz und für die Rückreise entlang der A44 suchten wir vorab nach der Möglichkeit, in einem netten Restaurant ein gutes veganes Mittagsmenü zu genießen. Nicht trivial derlei Unterfangen, schließlich überschlagen sich die Restaurant in den infrage kommenden Städten entlang der Route darin, die Möglichkeit rein pflanzlicher Menüs gen null zu reduzieren. Kein Salat ohne Schinken, Ei oder Meeresfrüchte (welch schreckliches Wort). Da werden mit großen Schnitzeln die Menschen angelockt. Nicht mit uns.

So blieb in der Webrecherche vom Hotel aus ein Lichtblick: das Restaurant Abessina in der Kurt-Schumacher-Str. 23 in Kassel. Nicht rein vegan, aber mit einigen veganen Auwahlmöglichkeiten in der Speisekarte. Dazu der Umstand, dass hier traditionelle Küche aus Eritrea und Äthiopien passiert. Das las sich für uns spannend und ließ überdies auf neue Gerüche, auf neue Geschmacksnoten hoffen. Eigentlich war die Entscheidung fürs Abessina schon gefallen, da sahen wir im Netz noch, dass das Abessina gar als Treffpunkt für einen veganen Stammtisch in Kassel dient. Aus unser Sicht war das ein weiterer Fingerzeig darauf, richtig zu wählen.

So verließen wir die Autobahn, um am Feiertag bei Kaiserwetter in Kassel das Abessina aufzusuchen. Wir nahmen einen der Außentische, schließlich war gutes Wetter und wenig Verkehr. Unser sehr höflicher Gastgeber machte nochmals die Tischoberfläche rasch sauber und wir bestellten darauf die Vorspeisen und die Hautmenüs.

Waren die Vorspeisen in Form des Gemüsesalats und der Rote-Linsen-Suppe schon hervorragend, so geriet unser 2-Personen-Hauptgericht zur Freude wie zur Wehmut: Warum nur gibt es kein Abessina in unserem Münster? Welche ungekannte kleine Gaumenfreuden, so köstlich widerfuhr uns das Glück. Die „57. Gemischte Platte /Vegan (für 2 Personen)“ zu 20 EUR war der Leckerhammer, das die Rückreise zum Event adelnde Juwel.

Mehr muss nicht geschrieben werden. Seid ihr in der Nähe von Kassel, liebe Leut, dann macht Rast beim Abessina. Schlussendlich noch ein anderer Eindruck, welcher Münster abermals zum Hochpreisstandort deklariert: 2 Halblitergläser Cola-Light, Vorspeisen + opulentes Hauptmahl für zwei Personen für 36 EUR insgesamt. Ein fairer und guter Preis, wie er in Münster nicht zu haben ist. Ach, gäbe es das Abessina doch nur hier bei uns. 😉

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Ich bin Eddi, ein in den frühen Siebzigern in Bosnien-Herzegowina geborenes und mittlerweile sehr spirituelles Exemplar Mensch. So passt es ganz prima, dass ich der Website gurunest.com als Co-Autor und dem Gurunest Podcast als Co-Moderator dienen darf. Die gemeinsame Schnittmenge zwischen meinem alten und meinem neuen Leben sind meine Ehefrau Melanie und unsere zwei erwachsenen Söhne. Aber sonst haben sich die Dinge mittelprächtig radikal verändert. Früher bestanden meine intellektuellen Interessen vorwiegend aus Computern, Computernetzwerken, Raumfahrt und Wissenschaftsgeschichte. In dieser Zeit waren für mich die Worte "Esoterik" und "Spiritualität" noch klar negativ besetzt. Dann aber passierten drei Dinge mit größtem Veränderungspotential in meinem Leben: Mit dem Veganismus habe ich mein Äußeres radikal verändert, mit den Lehren Buddhas fand ich zum Mitgefühl und mit dem Yoga habe ich mein Ich mit dem Leben versöhnt.

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